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Der professionelle Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern

Der professionelle Umgang mit Säuglingen und Kleinstkindern ist theoretisch, mental und ganz praktisch eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Es braucht eine gute Beobachtungsgabe, den Respekt vor den Bedürfnissen des Säuglings nach Nähe oder Distanz und das Wissen um die Abfolge der Entwicklungsschritte. 

Die Säuglinge werden nie unbeaufsichtigt im Raum gelassen. Kleinstkinder, die bereits gehen können, werden von der Erzieherin Aufmerksam begleitet um das Kind zu schützen. Unser Ziel ist es die Bewegungsfreiheit der Kinder nicht einzuschränken. Die Säuglingsecke bietet verschiedene Spielmaterialien und Spielmöglichkeiten an, um die Entdeckungsmöglichkeiten zu gewähren und alle Sinne anzuregen.

Für die Säuglinge ist es wichtig, dass sie ihren gewohnten Essrhythmus beibehalten können, somit ihre Mahlzeit bekommen, wenn sie hungrig sind durch eine zugewandte Bezugsperson mit genügend Zeit in ruhiger Umgebung. Durch genügend Personal können wir uns den Kindern während ausserplanmässiger Essenszeiten ganz zuwenden und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Der Essensplan wird beim Eintritt und danach immer wieder mit den Eltern besprochen. Der Übergang vom Brei zur festen Nahrung geschieht individuell und in Absprache mit den Eltern. Das Kind wird sanft an den Essrhythmus der Krippe gewöhnt. Bei den Säuglingen übernehmen die Erzieherinnen den Rhythmus von zu Hause. Gemüsebrei, Schoppenpulver und Spezialnahrung wird von den Eltern mitgebracht. Sobald die Kleinstkinder am Tisch das Mittagessen einnehmen, wird auf einen ausgewogenen und gesunden, abwechslungsreichen Menüplan geachtet. 

Auch alle individuellen Bedürfnisse bei der Ernährung der Kinder werden nach Absprache berücksichtigt (Allergien, Krankheiten). Fencheltee für die Säuglinge oder abgekochtes Wasser stehen den Säuglingen sowohl auch den Kleinstkindern jederzeit zur freien Verfügung. Verschiedene Religionen und deren Grundsätze werden respektiert. Der Esstisch ist ein Ort der Begegnung, des Gesprächs und des respektvollen Umgangs miteinander. Die Kinder lernen die Tisch- und Esskultur am Vorbild der Erzieherinnen. 

Eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes ist ausreichender Schlaf. Jedes Kind hat seinen eigenen Schlaf- und Tagesrhythmus. Im Wechsel zur Aktivphase folgt eine Ruhephase. Die Erzieherin richtet den Schlafraum einladend und gemütlich ein. Die Erzieherin geht auf die individuellen Schlafgewohnheiten des Babys ein. Jedes Kind darf seinen eigenen Rhythmus führen. Die Baby Ecke auf den Gruppen gibt den Säuglingen den Raum für Rückzug wenn sie dies brauchen. Im Säuglingsrapport werden die Ess- und Schlafzeiten, sowohl auch der Stuhlgang vermerkt. 

Der Säugling/ das Kleinstkind hat von Anfang an eine Hauptbezugsperson in der Krippe, die ab Beginn der Eingewöhnung für die Befriedigung seiner Bedürfnisse zuständig ist. Die Eingewöhnung ist eine sehr wichtige Zeit für den Eintritt in eine Krippe. Ein grosser Ablösungsprozess zwischen Eltern und Säugling/ Kleinstkind findet statt, der nicht zu unterschätzen ist. Auch für die Betreuerinnen ist der erste Kontakt zum Säugling/ Kleinstkind entscheidend.